"Eine Patientenverfügung ist eine Willenserklärung, und für eine Willenserklärung brauche ich keinen Anwalt, damit sie verbindlich wird", sagte Eugen Brysch von der Deutschen Hospiz Stiftung. Zeugen könnten der Hausarzt, Verwandte oder Freunde sein. Nur wenn eine Generalvollmacht ausgestellt wird, in der neben medizinischen Verfügungen auch der Umgang mit Immobilien im Krankheitsfall festgehalten wird, sei die notatielle Beurkundung notwendig. Die Hospiz Stiftung empfiehlt vor dem Verfassen eine fachliche Beratung. Änderungen zum Dokument könnten jederzeit vom Verfasser hinzugefügt werden. Das Beisein eines Zeugen sei dafür nicht erforderlich. Die Stiftung empfiehlt eine jährliche Prüfung der Patientenverfügung.Die Broschüre "Medizinische Patientenanwaltschaft - Selbst. Bestimmt. Leben" gibt es für fünf Euro bei der Deutschen Hospiz Stiftung, Europaplatz 7 in 44269 Dortmund (Tel.: 0231/738 07 30). Unter www.hospize.de findet sich auch ein "Zwölf-Punkte-Check" zum Verfassen einer Patientenverfügung. dpa/eb