Das ergibt sich aus einem aktuellem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz (Az.: 5 U 1087/14), auf das der Deutsche Anwaltverein hinweist .

Im konkreten Fall hatte eine Frau mit einem künstlichen Kniegelenk nach einer Operation wegen eines mechanischen Problems an der Prothese geklagt. Weil sie die Aufklärung über den Eingriff für unvollständig und fehlerhaft hielt, klagte sie unter anderem auf Schmerzensgeld. Sie kritisierte, dass der Arzt sie nicht über das Risiko der Arthrofibrose - eine Komplikation bei Eingriffen am Kniegelenk - informiert habe.

Ihre Klage war erfolglos. Zwar gingen die Richter davon aus, dass der Fachbegriff tatsächlich nicht gefallen war. Aber über die mögliche Komplikation habe der Arzt seine Patientin informiert, so stehe es in der dokumentierten Patientenaufklärung. Demnach hat er die Frau auf Verkalkungen in benachbarten Muskeln hingewiesen, die zum Teil zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führen können und gegebenenfalls operative Nachbehandlungen erfordern.