Im Falle eines Einbruchs muss er den Schaden bezahlen. So entschied das Oberlandesgericht Bremen, wie die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins mitteilt (Az.: 4 UF 40/14).

Im verhandelten Fall wohnte das Ehepaar in einer Wohnung, für die eine Hausratversicherung bestand. Diese hatte der Mann abgeschlossen. Während einer zwischenzeitlichen Trennung meldete der Mann die Hausratversicherung um. Auch nach der Versöhnung wurde keine neue Hausratversicherung abgeschlossen. Ebenso wenig informierte der Mann seine Frau über das Fehlen einer Hausratversicherung. Anderthalb Jahre später wurde in die Wohnung eingebrochen und Schmuck und Besteck der Frau im Wert von etwa 25 000 Euro gestohlen. Die Frau verlangte Schadenersatz, als sie fünf Jahre später vom Fehlen der Versicherung erfuhr.

Mit Erfolg. Der Mann habe seine Vermögensfürsorgepflicht verletzt, argumentierten die Richter. Zwischen den Eheleuten bestehe ein Auftragsverhältnis, aufgrund dessen der eine Ehegatte für den Versicherungsschutz zu sorgen habe. Informiere der eine den anderen nicht über die fehlende Versicherung, habe dieser nicht die Möglichkeit, eine neue abzuschließen. Daher müsse der Mann Schadenersatz zahlen.