Diese Gelegenheit nutzten die Gäste und erzielten in der 8. Minute den Führungstreffer. Die SG Kröbeln spielte vorrangig steile Diagonalpässe und hohe Bälle, sodass sich die Abwehr erst auf dieses Spiel einstellen musste. Spätestens ab der 15. Spielminute sah man keinen Klassenunterschied mehr zwischen Landes- und Brandenburgligist. Im Gegenteil: Durch einen Fehler der Kröbelner Torfrau fing Anni Dimpker den Ball ab, dribbelt um ihre Gegenspielerin herum und traf zum 1:1 für die Heim-Mannschaft. Herzberg/Tröbitz gewann nun zusehends an Sicherheit. Auch Torhüterin Kristin Schliebner glänzte durch diverse Paraden. Eine Ecke in der 43. Minute brachte dann allerdings die erneute Führung für die Gäste. Mit diesem 1:2 ging es in die Pause. In der Folge sah man sehenswerten Frauenfußball, bei dem den Gastgeberinnen einfach alles gelang. In der 53. Spielminute glänzten Anni Dimpker und Tina Götze mit einer Freistoßvariante. Anni Dimpker lief Richtung Ball und sprang darüber. Tina Götze startete zeitgleich und schoss das Leder unhaltbar ins lange obere Eck zum 2:2 ein. Nur zwei Minute später erreichte ein Abstoß Christin Naumann, diese leitete weiter auf Anni Dimpker. Letztere wirbelte an der Gegnerin vorbei und erhöhte auf 3:2. Abermals kurz darauf sahen die Zuschauer einen Angriff wie aus dem Lehrbuch: Aileen Ecknig passte nach rechts außen auf Andrea Neumann. Die spielte den Ball steil auf Anni Dimpker und wieder sofort zurück per Doppelpass auf Andrea Neumann. Letztere zog Richtung Torauslinie und flankte in den Strafraum. Abnehmerin Christin Naumann verwandelte per Kopf zum 4:2. Im Gegenzug glänzte wieder Kristin Schliebner im Tor. Kurz vor Ende der Partie erzielte Lisa Sparing, die Jüngste auf dem Platz, das Tor zum 5:2. In der Nachspielzeit konnte Kröbeln noch einmal auf 5:3 verkürzen, jedoch war dieser Treffer nicht mehr relevant für das Endergebnis. Ausschlaggebend für den Sieg der Herzberg/Tröbitzerinnen war eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung, in der jede für jede kämpfte. Im Halbfinale geht es nun am Ostermontag gegen die SG Beelitz. red/Vetter