Die Ideen stammen vor allem aus den USA und Großbritannien. "Farbenfroh, witzig, kreativ", beschreibt Konditorenweltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber aus dem bayerischen Oberpframmern den Stil. So bekommt ein kleiner braver Marzipanhase überdimensionale Ohren und macht es sich mitten auf der klassischen Ostertorte gemütlich.

Neben Marzipan eignet sich Fondant zum Modellieren. Die weiche Zuckermasse, aus der auch Eier und Küken hergestellt werden, taugt zum Ausstechen. Ein besonderer Spaß für Kinder sind dreidimensionale Torten. Dabei werden Figuren aus Zuckermasse oder Teig "geschnitzt" und anschließend verziert. "Vom Gefühl her ist das nichts anderes als Kneten. Kinder tun sich leicht damit", sagt Schirmaier-Huber.

Knallbunte Küken, kleine Eier oder Marzipan-Blüten toppen die angesagten Pushup-Cakes. Die aus einer Hülle am Stiel herausschiebbaren Schicht-Törtchen stehen beispielsweise in einer Vase. Das grüne Bett des Osternestes kommt aus eigener Zucht: einfach Kresse heranziehen. Die schmackhafte Garnitur mit viel Vitamin C bietet sich auch an, um darauf eine Osterlandschaft zu arrangieren.

Sandra Müller kreiert ihre Ostereier auf der Basis von Cake Pops. Die kleinen Kugelkuchen, im Prinzip eine Kombination aus Kuchenbröseln und einer Art Buttercrememischung, füllt die Buchautorin aus Stuttgart zum Beispiel mit Eierlikör. Dazu werden die Kugeln zunächst am Stiel in eine Glasur getaucht, geöffnet und etwas ausgehöhlt. Den Eierlikör hineingeben, beide Seiten zusammenfügen und die komplette Kugel noch einmal eintauchen.

Für Möhren greift Müller auf spitze Hutförmchen zurück: "Einfach umdrehen", lautet ihr Tipp. Orangefarbene Glasur verhilft zum fast echten Aussehen, das saftige Möhrengrün besteht aus essbaren Grashalmen. Die gibt es entweder im Laden, oder sie werden aus Oblaten selbst gemacht.

Wer herzhaft statt süß bevorzugt, designt den Schmuck für die Ostertafel aus Gurken, Möhren oder Rettich: längs durchgeschnitten und eingeritzt entsteht aus dem Rettich eine stilisierte Blume. Geriebene Karotten verhelfen dem Hefezopf zu einem modernen Look, den aufgesteckte Möhrchen vollenden.

Joachim Elflein, Küchenchef des Seehotels in Niedernberg nahe Aschaffenburg, macht aus einer Tomate einen würzigen Marienkäfer: Eine aufgesteckte schwarze Olive bildet den Kopf, grüne Pfefferkörner die Augen, für die Punkte müssen Gewürznelken herhalten.

Als Vorspeise serviert Elflein einen gebackenen Eierbecher. Dazu wird aus Hefe- oder Blätterteig ein Zopf geflochten, zum Becher geformt und zusammen mit dem gekochten, ungeschälten Ei in den Ofen geschoben. Dazu passt eine Senf-Dill-Soße. Dem Teig kann Hackfleisch beigemischt werden. Cake Pops gehen ebenfalls herzhaft: Schinken und Räucherlachs unter den Kuchenteig mischen, die Crememischung durch Frischkäse ersetzen.

Buchtipp:

Sandra Müller: Verrückt nach Cakepops, Hädecke, 96 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 9783775006262