"Im Morgengrauen des Ostertages zogen junge Männer und Mädchen mit dem Lied ‚Erschienen ist der herrlich Tag' durch die Senftenberger Straßen. Dabei hat es an Unfug mancherlei Art nicht gefehlt. Bis zum Sonnenaufgang des nächsten Tages wurde am Osterfeuer gesungen und gefeiert.“

Diese Anfang des 19. Jahrhunderts erwähnten Kindheitserinnerungen des Lehrers Ziethe gehören zu den Bräuchen, die in veränderter Form die Jahrhunderte überdauert haben.



In der Osterausstellung im Senftenberger Schloss findet der Besucher viele Informationen über die bewahrten Frühlingstraditionen zum christlichen Fest wie das Osterreiten oder auch das Backen von Osterbrot.

Ein lang gepflegter Brauch ist das Verzieren von Ostereiern. Wahre Kunstwerke entstehen in wochenlanger Sisyphusarbeit, wobei kein Ei dem anderen gleicht. Mehr als 300 davon wurden dem Museum von Ostereiermalerinnen aus Senftenberg, Brieske, Saalhausen und Lübbenau zur Verfügung gestellt, die seit vielen Jahren an Mustern, Farben und Techniken tüfteln. Besonders für Familien mit Kindern ist der Osternachmittag zum Schauen, Staunen und Schmunzeln am Sonntag, 28. März.