Sie sind an 600 Rebstöcken gewachsen. Etwa 600 Kilogramm Trauben haben wir geerntet", sagt Weinbergbetreiber Martin Krause.

Eimer für Eimer wurde der große Transportbehälter für die Früchte gefüllt. Alle waren begeistert von der Qualität der Trauben. "Sie haben fast 100 Oechsle, was für unsere Bedingungen hier richtig super ist. Im Allgemeinen liegt das Mostgewicht eines mittleren Jahrgangs in Deutschland zwischen 70 und 80° Oechsle. Wir hatten aber auch sehr gute Bedingungen, den Regen Ende Mai und dann die vielen Sonnentage, das war optimal für unseren Weinberg", sagt der 62 Jahre alte Freizeitwinzer Martin Krause. Erich Christoph und Rudi Schellin waren Helfer bei der Arbeit: "Wir haben den Weinberg schon mit angelegt und da freut man sich, wenn nun was draus geworden ist. Wir haben ja auch Sorten mit kurzer Vegetationsperiode, großer Resistenz gegen Krankheiten und gegen Frost ausgewählt."

Die Trauben wurden am Montag nach Grano in die Schau-Kelterei transportiert. Ein Drittel davon wird zu "Federweißen" verarbeitet. Die anderen zwei Drittel wurden als Weißwein angesetzt, sind dann 2014 in Flaschen zu haben. In den kommenden zwei Wochen sollen auch die Trauben der Sorte "Regent" von den 1400 anderen Rebstöcken, die sich auf der 0,4 Hektar großen Fläche befinden, geerntet werden. Auch die werden in Grano verarbeitet.

Krauses sind schon seit 2009 Mitglied im Gubener Weinbau-Verein. Hier haben sie viele Erfahrungen und Informationen gesammelt. 2011 haben sich dann die Kiekebuscher selbst getraut, einen Weinberg anzulegen. Sie haben dafür das Areal bei Klein Oßnig gewählt, was bis etwa 1850 vom Rittergut Gladitz als Rebstockareal betrieben wurde. Für hier soll sogar Wein ins Kloster Cottbus geliefert worden sein. 2012 wurden immerhin schon so viele Früchte geerntet um rund 200 Halbliterflaschen zu füllen. In diesem Jahr werden es wesentlich mehr sein. An diesem Samstag können sich Interessenten von der Qualität der Weintrauben überzeugen. Ab 14 Uhr startet auf dem Klein Oßniger Weinberg ein Weinfest. Im Mittelpunkt steht die Verkostung des "Federweißen", der aus den gerade gepflückten Trauben gemacht wurde.