März mehrheitlich beschlossen, zentral untergebrachten Asylbewerbern zukünftig Bargeld statt Sachleistungen auszuzahlen. Nach der Rechtsauffassung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sei der Kreistag formal dafür nicht zuständig. "Das Bundesgesetz regelt eindeutig die Leistungen für Asylbewerber und ich halte mich an Recht und Gesetz und beanstande aus diesem Grund den Beschluss des Kreistages", erläutert Landrat Siegurd Heinze das Vorgehen.

Im Brandenburger Ministerium für Arbeit, Soziales und Familie sieht man das anders. "Wir begrüßen, dass sich die meisten Landkreise in Brandenburg wie viele bundesweit entschieden haben, Bargeld statt Sachleistungen zu zahlen", sagte am Montag Günter Baaskes Sprecher Florian Engels am Rande eines Besuches im Oberspreewald-Lausitz-Kreis. Das lasse das Asylbewerberleistungsgesetz durchaus zu - und niemand beanstande diese Auslegung. Das komme nicht nur den Flüchtlingen entgegen, sondern ermögliche auch Einsparungen in der Verwaltungsarbeit, sagte Engels der RUNDSCHAU. Jetzt soll über die beanstandete Beschlussvorlage in der nächsten Kreistagssitzung am 21. Juni namentlich abgestimmt werden.