Unter anderem war am Vormittag der Grenzübergang Reitzenhain aufgrund starker Schneeverwehungen für mehrere Stunden geschlossen worden.

Medienberichte, wonach auf tschechischer Seite bis zu 400 Lastwagen im Schnee stecken geblieben waren, bestätigte die Polizei nicht. Bereits am Nachmittag war der Übergang für den Verkehr wieder geöffnet. Auch aus dem Vogtland wurden vereinzelte Verkehrsbehinderungen durch umgestürzte Bäume und kleinere Unfälle gemeldet. In Bärenstein im Osterzgebirge fiel gegen Mittag der Strom für etwa eine Stunde aus. Zudem soll in der Region um Altenberg das Mobilfunknetz für mehrere Stunden gestört gewesen sein.

Der Deutsche Wetterdienst hatte am Morgen wegen des Sturmtiefs Joachim eine Unwetterwarnung herausgegeben. Vielerorts in Sachsen waren daraufhin vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden. In Chemnitz etwa schloss das Ordnungsamt den örtlichen Weihnachtsmarkt für den Publikumsverkehr, nachdem für das Tiefland Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten der Stärke 11 vorhergesagt wurden. Auch der Markt in Freiberg wurde geschlossen.

Laut Wetterprognose soll Sturmtief Joachim noch bis Samstag in Sachsen vorherrschen. Die staatlichen Forstämter haben daher eine Warnung vor dem Betreten der Wälder herausgegeben. Insbesondere in den Mittelgebirgslagen herrsche Lebensgefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume. Wenn „Joachim“ durchgezogen ist, soll es stürmisch bleiben und gleichzeitig deutlich kälter werden. Am Wochenende sinkt die Schneefallgrenze vor allem im Süden und Südosten bis ins Flachland.

In der Nacht war der Sturm bereits durch Frankreich gefegt. Vor der bretonischen Küste lief ein Frachter auf Grund und verlor Öl. Die Behörden befürchteten nach einem ersten Ölteppich Umweltschäden.

Auf dem Feldberg im Schwarzwald erreichten die Orkanböen eine Geschwindigkeit von mehr als 150 Kilometern pro Stunde.