Bewohner von Galveston Bay, rund 30 Kilometer südöstlich der Millionenmetropole Houston, würden "den sicheren Tod finden", sollten sie beim Durchzug des Hurrikans in ihren Häusern bleiben, warnte der Nationale Wetterdienst gestern. Der lokale Radiosender KTRH sprach von einem "Killer-Sturm". Meteorologen befürchten eine massive Sturmflut sowie "große und gefährliche" Brecher. Es wird erwartet, dass "Ike" mit Windgeschwindigkeiten von um die 160 Stundenkilometer direkt über Houston, die viertgrößte Stadt der Vereinigten Staaten, hinwegzieht.
Im Golf von Mexiko hat "Ike" gestern einen Frachter mit 22 Besatzungsmitgliedern in Seenot gebracht. Das unter zypriotischer Flagge fahrende Schiff "Antalina" liegt wegen eines technischen Schadens manövrierunfähig etwa 150 Kilometer vor der Küste von Texas in der erwarteten Bahn des Hurrikans.
Der Orkan sorgt auch im Weltall für Wirbel: Die US-Weltraumbehörde Nasa musste gestern das Andockmanöver der russischen Raumfähre "Progress" an die International Raumstation ISS um mehrere Tage verschieben, weil die Mitarbeiter des Kontrollzentrums in Houston vor dem Unwetter in Sicherheit gebracht werden mussten. (dpa/AFP/uf)