Die Versicherung wollte nicht zahlen, denn sie hielt den Mann nicht für generell arbeitsunfähig, sondern gestand lediglich zu, dass dieser an einer „Arbeitsplatzunverträglichkeit“ leide.

Der Bundesgerichtshof sah das wie die Vorinstanzen anders. Zwar sei Mobbing „als solches keine Krankheit“. Wenn das Mobbingopfer jedoch psychisch erkranke, habe es Anspruch auf Krankentagegeld. Nach den Versicherungsbedingungen haben Versicherte Anspruch darauf, wenn sie wegen einer medizinisch notwendigen Behandlung krankgeschrieben sind. Dabei sei es nicht entscheidend, woher die Arbeitsunfähigkeit rühre (Az.: IV ZR 137/10).