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| 06:44 Uhr

Kleiderpanne bei Eistänzerin
"Mein schlimmster Albtraum ist wahr geworden"

Pyeongchang. Die französische Eistänzerin Gabriella Papadakis hatte bei den Olympischen Spielen mehr mit ihrem Kleid als den schwierigen Schritten zu kämpfen. Dennoch brachte sie den Kurztanz gemeinsam mit ihrem Partner professionell zu Ende. Doch am Ende reichte es nicht zum erhofften Gold.

Am Kostüm der zweimaligen Weltmeisterin und Gold-Favoritin löste sich im Nacken der Verschluss. Deshalb verrutschte ihr Kleid und legte kurzzeitig den Busen frei. "Mein schlimmster Albtraum ist wahr geworden - bei den Olympischen Spielen", sagte die 22-Jährige nach dem Wettkampf. "Das hat mich sehr in der Konzentration gestört."

Schon zu Beginn des Tanzes mit Guillaume Cizeron zu einem Medley von Ed Sheeran, unterlegt mit lateinamerikanischen Rhythmen, gab das Kleid den Geist auf. Dennoch musste Papadakis das Programm zu Ende laufen, als sei nichts passiert, um ihre Chance auf Gold zu wahren. "Ich hatte keine Wahl, ich musste weitermachen", sagte die Eistänzerin aus Clermont-Ferrand. "Wir können stolz auf uns sein, weil wir trotzdem noch eine super Leistung gezeigt haben."

Und dennoch: Die Zuschauer in der Gangneung Ice Arena spürten, dass den Mitfavoriten ihre sonst übliche Leichtigkeit ein wenig abhanden gekommen war. Durchaus nachvollziehbar natürlich die Furcht, bei jeder Hebung, bei jedem Twizzle könne der dünne Fummel komplett abrutschen. "In einer solchen Situation ist es natürlich schwierg, konzentriert zu bleiben. Ohne das Problem hätten wir besser laufen können", sagte Cizeron etwas genervt.

Papadakis/Cizeron lagen nach dem Kurztanz auf Platz zwei hinter ihren kanadischen Trainingspartnern Tessa Virtue/Scott Moir. Die Kanadier stellten mit 83,67 Punkten eine Rekordmarke im Kurztanz auf. In der Kür verteidigten Virtue/Moir ihren knappen Vorsprung und wurden zum zweiten Mal nach 2010 in Vancouver Olympiasieger.

Die Franzosen liefen allerdings die beste Kür des Abends. So kostete die Kleiderpanne im Kurzprogramm möglicherweise den Olympiasieg.

(areh)