Nachdem die Beamten die Wohnung erstürmt hatten, stellte sich heraus, dass die Geiselnahme erfunden war.Der Täter hatte vorgetäuscht, die Frau seit Mittwochmorgen in seiner Wohnung festzuhalten. Außerdem drohte er, das Wohnhaus, in dem er sich verschanzt hatte, mit Gas zu sprengen. Sein Tatmotiv: Er fühlte sich als Justizopfer, weil er vor Jahren wegen Körperverletzung und "gefährlicher Drohungen" zu Unrecht - wie er glaubte - verurteilt worden war. Nach Angaben der Polizei soll er zunächst auf seine Zurechnungsfähigkeit psychiatrisch untersucht werden.Lange hatten sich Polizeiexperten Zeit genommen, um den mutmaßlichen Geiselnehmer zur Aufgabe zu bringen. Um vier Uhr morgens erhielt die Spezialeinheit "Cobra" schließlich den Befehl, den Täter zu überwältigen. Die Polizei entschloss sich zum Eingreifen, weil der Gesprächskontakt in den Abendstunden abgebrochen war. Der offenbar überraschte Mann ließ sich widerstandslos festnehmen. dpa/ig