„Das Unternehmen war fahrlässig. Es hat Informationen weggelassen“, kritisierte der Chef der Nationalen Erdölagentur (ANP), Haroldo Lima. Die Behörde prüft mögliche Verstöße von Chevron, die nach Angaben vom Dienstag in weitere Strafen bis zu 100 Millionen Reais münden könnten. Der Öl-Austritt rund 120 Kilometer vor der Küste ist offenbar bis auf aussickernde Restmengen gestoppt.

Die Arbeiten zur Zementierung des Bohrlochs hätten sich verzögert, weil Chevron die notwendige Ausrüstung nicht in Brasilien gehabt habe, kritisierte die ANP. Dies sei aber so nicht mitgeteilt worden. Bei der Probebohrung im Campos-Becken rund 370 Kilometer nordwestlich Rio de Janeiros war es am 7. November zu Problemen gekommen. Am Tag darauf wurde ein Ölteppich auf dem Meer entdeckt. Der Konzern übernahm die Verantwortung für den Vorfall. Nach Chevron-Angaben wurde der Druck in dem Bohrloch unterschätzt. Seit Bekanntwerden des Lecks seien 2400 Barrel Öl (381 600 Liter) ausgetreten. Andere Schätzungen liegen höher.