Das teilt die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt mit. Für alle interessierten Besucherinnen und Besucher findet um 14 Uhr erstmalig eine kostenfreie öffentliche Führung statt, die von der neuen Leiterin der Gedenkstätte, Melanie Engler, gestaltet werden wird. Im Juni 1933 richteten die Nationalsozialisten im Renaissanceschloss Lichtenburg ein Konzentrationslager ein, das als zentrales Konzentrationslager für Männer aus ganz Preußen sowie als "Muster- und Ausbildungs-KZ" eine bedeutende Stellung innerhalb des KZ-Systems einnehmen sollte. Nach dessen Auflösung im August 1937 diente das Schloss Lichtenburg bis Mai 1939 als Frauenkonzentrationslager, das wiederum als direkter Vorläufer für das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück betrachtet werden kann. Das Schlossensemble ist bis heute fast vollständig in seiner historischen Bausubstanz erhalten, informiert die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt. Im ehemaligen Werkstattflügel eröffnete die Stiftung im Dezember 2011 eine neue Dauerausstellung, die den Titel "Es ist böse Zeit… Die Konzentrationslager im Schloss Lichtenburg 1933 - 1945" trägt. Zur Gedenkstätte gehört darüber hinaus der ehemalige "Bunker", ein Kellergeschoss mit Gefängniszellen im Westflügel des Schlosses, in dem in der Zeit der Konzentrationslager grausame Strafen an den Häftlingen vollstreckt wurden. Im Rahmen der Führung werden die Dauerausstellung, Teile des Schlossensembles sowie der ehemalige "Bunker" besichtigt.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Öffnungszeiten der ständigen Ausstellung in der Gedenkstätte:

Dienstag bis Donnerstag 9 bis 15.30 Uhr

Freitag 9 bis 13 Uhr

Jeden letzten Sonntag im Monat 13 bis 17 Uhr.

www.stgs.sachsen-anhalt.de

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