Mit der zweitschlechtesten Platzierung seit dem Aufstieg 2001 in die 1. Kreisklasse beendeten die Eisenbahner-Kicker die Saison 2012/2013. Zwar konnte man sich mit dem 4:2 am letzten Spieltag gegen Sielow II und der gleichzeitigen Niederlage des TV 1861 Forst noch die inoffizielle Forster Stadtmeisterschaft sichern, "doch das kann nicht über eine enttäuschende Saison hinwegtrösten", so Abteilungsleiter Sven Leopold.

Für die Eisenbahner stehen gerade einmal 13 Siege und drei Unentschieden, dafür aber 14 Niederlagen und ein Torverhältnis von 64:67 zu Buche. Warum die Forster so unkonstant spielten und warum es so viele interne Querelen gab, hat verschiedene Gründe. Angefangen von Trainer Matthis Wittker, der arbeitsbedingt und privat oft verhindert war, und so den nötigen "Tritt in den Hintern" (Leopold) nicht geben konnte, über häufiges Fehlen von Stammspielern, geäußerte Wechselgedanken bis hin zu Eitelkeiten innerhalb des Teams. Klare und deklassierende Heimniederlagen wie gegen Dissenchen/Haasow (0:8), TV 1861 Forst (1:5), Guhrow (1:5), Willmersdorf/Jänschalde (1:4) und Schmogrow (1:3) nahm man fast ohne Gegenwehr hin. Aber auch gegen die vermeintlich schwachen Gegner blamierte man sich bis auf die Knochen, so wie gegen die SG Sielow II (0:1), der Reserve aus Peitz (2:4), der Eintracht aus Drehnow (1:2) oder beim torlosen Unentschieden gegen Döbbrick.

Aber auch großartig erkämpfte Siege brachte der ESV zustande, wie gegen Keune (9:2), Döbbrick (7:0), den TV 1861 Forst (2:1) oder Drachhausen (2:1). Am Ende stehen ein 8. Tabellenplatz und eine weitere verpasste Aufstiegschance zur Kreisliga zu Buche. Durch die Abgänge von Andre Schulze, Norbert Klemm und Henry Ebersbach wird es sicher nicht leichter, sich in der 1. Kreisklasse/Nord zu behaupten, doch wird die gesamte Abteilung Fußball dafür eine Lösung finden. Leopold: "Jeder, dem etwas an der Weiterführung der Abteilung beim ESV Forst 1990 liegt, sollte die Sommerpause nutzen und sich Gedanken machen."