Im ersten Durchgang sah es fußballerisch hüben wie drüben ganz blass aus, von Torszenen ganz zu schweigen. Farbe im wahrsten Sinne des Wortes brachten einzig der Feldverweis für Hohenleipisch (22.) und die Ampelkarte für Mühlberg (40.) auf den Platz. Spielfluss - Fehlanzeige. Nach der frühen Mühlberger Führung (7.) durch eine misslungene Flanke von Steve Braune mit ebenso verunglückter Tormann-Abwehr war beim VfB der Schock unübersehbar. Die Rote Karte verstärkte den Zustand nur noch, und Empor brachte über die gesamte Spieldauer nichts Konstruktives ein. In der Pause war man sich im Publikum einig, dass es nur besser werden konnte. Die Einheimischen gingen auch dynamischer in die zweite Hälfte, zwingende Aktionen blieben freilich aus, aber eine Steigerung war unübersehbar. Zwischenzeitlich wurde es nach diversen Fouls etwas hitzig und emotional. Die Gäste gerieten nach der berechtigten Gelb-Roten Karte in Unterzahl, und die Hohenleipischer drängten nun verstärkt auf das 1:1, ließen die Empor-Elf kaum aus ihrer Hälfte. Nach drei Halb-Chancen gelang schließlich der verdiente Treffer. Auf Flanke von Robert Merbitz traf Daniel Gutsche zum viel umjubelten Ausgleich (75.). Bei etwas mehr Cleverness wäre anschließend vielleicht sogar der Siegtreffer drin gewesen, gegen die sehr dichte Mühlberger Abwehr fand man aber keine Lösung. Ein paar enge Szenen vor dem Tor der Elbestädter, die sporadisch zu kontern versuchten, reichten nicht aus. So stand das insgesamt korrekte Remis fest. Mühlberg hatte wenig für das Spiel getan, aber eine halbe Stunde in Unterzahl dagegen gehalten, und Hohenleipisch wurde für seine Steigerung belohnt. red/Thiemig