Soeben hatten die bis dahin punkt- und torlosen Gastgeber dem amtierenden Meister und Pokalsieger ein sensationelles 1:1-Remis abgetrotzt.

Eine Woche nach dem blamablen Pokal-Aus zeigten sich die Nonnendorferinnen personell erholt und ein ganz anderes Gesicht über die komplette Spielzeit. Die Gastgeber standen vom Anpfiff weg sicher in der Defensive, mit einer hohen Laufbereitschaft aller Spielerinnen. Zudem strahlte Keeperin Maria Dietz Sicherheit aus, die sich auf die Vorderleute übertrug. Der Favorit aus Beelitz präsentierte sich dagegen zunächst eiskalt und effektiv. Mit dem ersten gefährlichen Ball Richtung SSV-Gehäuse gelang die Führung. Nach 16 Minuten fiel der Blau-Weiß-Treffer im Anschluss an einem Eckball. Im Nachsetzen traf Bianca Gottlob. Die SSV-lerinnen zeigten sich nur kurz geschockt, hielten weiter die defensive Grundordnung und setzten in der Offensive Nadelstiche. In der 33. Minute war es dann soweit: Juliane Baer kam auf dem rechten Flügel in Ballbesitz. Ihr Schuss aus großer Distanz senkte sich erfolgreich ins lange Eck zum umjubelten Ausgleich. Zugleich war dies das erste Punktspieltor der Saison.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag, als Keeperin Dietz einen Gäste-Distanzschuss mit den Fingerspitzen noch ans Gebälk lenkte. Die Blau-Weißen hatten die Spielhoheit dieser Begegnung, doch fanden sie kaum Mittel gegen die vielbeinige SSV-Deckung. Versuche aus der Distanz verfehlten ihr Ziel oder wurden Torwartbeute. Die Gastgeberinnen überzeugten auf allen Positionen mit viel kämpferischem Engagement und Laufbereitschaft. Mit jeder Spielminute wuchs der Wille, diese Sensation über die Zeit zu retten. So überstanden die Nonnendorferinnen auch noch eine späte Schrecksekunde, als in der 85. Minute ein Gäste-Versuch nur knapp am langen Pfosten verstrich. Als der Schlusspfiff ertönte, stand die Sensation fest.