Im Dezember des vergangenen Jahres hatten Kreistag und Stadtverordnetenversammlung die gemeinsamen Gespräche über eine Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. Seitdem hat die Koordinierungsgruppe mehrfach getagt und verschiedene Themen diskutiert. Laut Altekrüger wurden unter anderem Aufgabenbereiche gesucht, die gemeinsam wahrgenommen werden könnten. Dies betrifft etwa die Untere Wasserbehörde, das Veterinäramt, Landwirtschaft oder die Lebensmittelüberwachung. Auch die Ausgabe von Fischereischeinen könnte künftig von einer Verwaltung übernommen werden.

Konkreter sind die Gespräche beim Katasterwesen. Dort wird bereits über die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung mit Cottbus sowie den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster diskutiert.

Als Gründe für die Verzahnung der Kreise und der Stadt Cottbus nennt Altekrüger neben der demografischen Entwicklung auch den Fachkräftemangel und die desolate Haushaltslage. Bei der Genehmigung der kommunalen Etats fordert das Innenministerium immer wieder, Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu prüfen. Allerdings bleiben in Forst und Cottbus bisher noch zahlreiche Fragen offen, die jüngst auch bei einem Treffen im Innenministerium in Potsdam angesprochen wurden. Laut Altekrüger wollte man unter anderem wissen, wie es um die Unterstützung aus Potsdam bestellt ist. Unter anderem erwarten Cottbus und Spree-Neiße finanzielle Anreize für eine engere Zusammenarbeit. Auch die Frage, inwieweit eine interkommunale Aufgabenwahrnehmung rechtlich überhaupt möglich ist, sei zu prüfen.

Fest steht bisher allerdings auch, dass das Thema einer Fusion des Landkreises mit der Stadt Cottbus von keiner der beiden Seiten angestrebt wird, so Landrat Altekrüger.