Achtung, weihnachtsmannfreie Zone - so heißt die Aktion, die das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken vor 13 Jahren ins Leben gerufen hat. "Wir möchten aktiv dazu beitragen, den heiligen Nikolaus in der Gesellschaft wieder in den Vordergrund zu stellen und einer Verwechslung mit der populären Kunstfigur des Weihnachtsmannes entgegenzuwirken", heißt es im Aufruf.

Die Figur des Weihnachtsmanns hat viele historische Quellen, unter anderen den heiligen Nikolaus, aber auch aus Skandinavien. Seine heute bekannte Form wurde vor allem in den USA geprägt, ins Gedächtnis der meisten Menschen kam er durch die groß angelegten Werbekampagnen der Firma Coca Cola seit den 1920-Jahren. Eine Erfindung des Unternehmens ist der Weihnachtsmann nicht - Traditionalisten aber dennoch ein Dorn im Auge.

In diesem Jahr wurde die deutsche Anti-Weihnachtsmann-Aktion in Hamburg gestartet. Das Erzbistum Hamburg, der Katholische Schulverband und das Bonifatiuswerk haben gemeinsam mit Sängerin Maite Kelly und rund 300 Schülern am Montag das Wirken des Heiligen gewürdigt. "Der Heilige Nikolaus ist nicht nur der Schutzpatron der Kinder, sondern durch sein solidarisches Handeln und seinen Einsatz für Menschen in Not bis heute eine wichtige Orientierungsfigur", so der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

Im Internet bietet die Aktion viele Infos zum Nikolaus. Der historische Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien. Zahlreiche Heiligengeschichten sind von ihm überliefert. Sein Gedenktag ist der 6. Dezember.

Sogar eigene Schoko-Nikoläuse werden im Rahmen der Aktion produziert und angeboten. Zu den Unterstützern des Projektes zählt auch ZDF-Moderator Peter Hahne: "Die Aktion möchte Mut machen, hinter dem Weihnachtsmann der Konsumindustrie wieder mehr den wahren Bischof Nikolaus zu entdecken."

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