Voraussetzung ist nach dem Richterspruch, dass ein Arzt die Medikamente verordnet hat. In diesem Fall könnten die Kosten als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden (Az.: 5 K 2157/12).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Ehepaares gegen das Finanzamt ab. Die Kläger hatten in ihrer Einkommensteuererklärung 1418 Euro als Kosten für Medikamente eingetragen, die sie als außergewöhnliche Belastung geltend machen wollten. Eine ärztliche Verordnung konnten sie nur für einen Teil der Medikamente vorweisen.

Finanzamt und Finanzgericht sahen daher keine Veranlassung, die Kosten für die nicht verordneten Arzneimittel als steuermindernd anzuerkennen. Das gelte unabhängig davon, ob es sich um vorbeugende Medikamente oder Mittel für eine konkrete Erkrankung handle.