ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:38 Uhr

Nicht alle Haushalte für DVB-T2 gerüstet

Berlin. Für den TV-Empfang per Antenne stehen Ende März große Veränderungen an. Doch bislang sind laut Erhebungen des Marktforschers GfK nur 15 Prozent der rund 3,4 Millionen betroffenen Haushalte in Deutschland dafür technisch ausgerüstet. dpa/mcz

Die Deutsche TV-Plattform sieht die Umstellung dennoch "auf gutem Weg". Darunter seien eine Menge Zweit- und Drittgeräte erfasst, sagte Vorstandsvorsitzender Andre Prahl. In Relation gesehen sei das schon einmal eine ganze Menge. Denn nur rund 1,5 Millionen Haushalte dürften das terrestrische Signal auch primär auf ihrem Erstgerät nutzen. "Wir sind guten Mutes, alles ist ‚on track'", sagte Prahl. In der Nacht zum 29. März stellen die TV-Sender zunächst in den Ballungsräumen ihre terrestrische Ausstrahlung auf den neuen Standard DVB-T2 um. Für den Empfang benötigen die Verbraucher dann ein neues Empfangsgerät, sofern es nicht bereits im TV-Gerät integriert ist. Die Deutsche TV-Plattform vergibt auf Antrag ein grünes Logo an die Hersteller jener Receiver, die etwa auch den richtigen Codierungs-Standard unterstützen und damit zukunftssicher sind. "Der hohe Anteil verkaufter Receiver mit grünem Logo zeigt, dass die Aufklärungsarbeit von Sendern, Plattformbetreibern und der Deutschen TV-Plattform auf fruchtbaren Boden fällt", sagte Prahl. Laut Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung GfK wurden im Dezember 2016 rund 79 000 Empfänger für das neue DVB-T2-Signal verkauft, darunter 63 000 mit dem grünen Logo. Insgesamt wurden demnach im vergangenen Jahr etwa 213 000 solcher DVB-T2 HD-fähiger Receiver verkauft. Sie empfangen über das neue Signal TV-Sendungen in HD-Qualität. Zudem verfügen sie über einen Steckplatz für eine Entschlüsselungskarte.

Mit der Umstellung werden künftig die privaten Sender ihr Signal nur noch in HD ausstrahlen und dafür eine Gebühr erheben. "Wir gehen davon aus, dass der Großteil der betroffenen Nutzer die Umstellung auf das Bezahl-Fernsehen mitmachen wird", sagte Prahl. Spätestens ab Juli kostet das Programm der Privaten 69 Euro im Jahr. Die Abwicklung erfolgt über FreenetTV.