Vom vor einer Woche havarierten Frachter „Rena“ wurden derweil die Einsatzkräfte abgezogen, weil das Schiff durch den hohen Wellengang seine Lage verändert hatte und einer der Tanks mit Treibstoff geborsten war.

Umweltminister Smith zufolge können die neuseeländischen Behörden wenig machen, um ein Desaster zu verhindern. Am Dienstag wurde bekannt, dass statt der bisher angenommen 20 Tonnen Schweröl mittlerweile 200 bis 300 Tonnen ins Meer geflossen sind. Spezielle Aufräumteams säuberten die Strände der betroffenen Bucht Plenty auf der Nordinsel. Sie fanden zahlreiche tote und verölte Seevögel, darunter auch Pinguine. Die Helfer wurden von Bewohnern der Region unterstützt, die Warnungen der Behörden vor dem giftigen Ölschlamm ignorierten. Eine Tierrettungsstation teilte mit, dass sie in den kommenden Tagen ihre Kapazität von 500 Vögeln erreichen werde und dann keine Tiere mehr aufnehmen. könne.

Trotz der veränderten Position des Schiffes rechnete die Meeresschutzbehörde zumindest nicht akut mit einem Auseinanderbrechen des Frachters „Rena“. Vielmehr habe das auf ein Riff aufgelaufene Schiff durch die Bewegung neues Gleichgewicht gewonnen. Umweltschützer des WWF blieben jedoch skeptisch. Die „kommenden 24 bis 48 Stunden“ seien entscheidend dafür, ob die Gefahr einer Umweltkatastrophe gebannt werde.

Das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff hatte 1700 Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord.