Anders als zunächst vom Gericht mitgeteilt, sei die Frau zur Zusammenarbeit mit dem Experten bereit, sagte Verteidiger Matthias Schöneburg gestern. Die 13-fache Mutter muss sich vom 15. August an erneut vor Gericht verantworten. Neu verhandelt wird aber nur die Höhe der Strafe, wobei die Frage der Schuldfähigkeit der Angeklagten im Mittelpunkt steht. Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) vom 1. Juni 2006 - 15 Jahre Haft - teilweise aufgehoben.
Für den zweiten Prozess sind drei Verhandlungstage terminiert. Geladen sind zwei Gutachter, die sich mit der Schuldfähigkeit der Angeklagten befasst haben - der Experte aus dem ersten Prozess sowie ein neuer Sachverständiger. Der Gutachter im ersten Verfahren hatte der Angeklagten eine volle Schuldfähigkeit bescheinigt. Seine Beurteilung reichte dem Bundesgerichtshof aber nicht aus. (dpa/kk)