Von 55 anwesenden Bürgern haben sich 53 gegen die Wunschtrasse des Verkehrsministerium ausgesprochen, wie Neuendorfs Ortsvorsteher Dieter Krüger erzählt.

Die Linienführung zwischen Neuendorf und Lübben sei für den Ortsteil „unzumutbar“. Sie widerspreche den Interessen unmittelbar betroffener Bürger und der perspektivischen Entwicklung Neuendorfs. Einwohner des Lübbener Ortsteils befürchten eine Zunahme des Durchgangverkehrs, insbesondere des Schwerlastverkehrs auf der B 87, wenn diese wie geplant ausgebaut sei und direkt in die Umgehungsstraße führe.

Die Bundesstraße zerschneidet den Ortsteil schon heute. „Unsere Wohn- und Lebensqualität würde sich weiter verschlechtern“, erklärt Dieter Krüger. „Der Friedhof etwa befindet sich auf der anderen Straßenseite. Gerade ältere Menschen haben schon heute größte Mühe, die vielbefahrene Bundesstraße zu überqueren.“

Der Ortschef sieht auch die Zukunft seines Dorfs in Gefahr: „Wer zieht schon her oder bleibt hier, wenn eine vielbefahrene Trasse mitten durch unser Dorf führt?“ Gegen eine Umgehungsstraße sind die Neuendorfer allerdings nicht. „Die jetzige Verkehrssituation in der Stadt Lübben ist eine Katastrophe“, sagt Dieter Krüger. „Wir wollen auch, dass sich das ändert.“

Neuendorfer Bürger favorisieren allerdings eine andere Variante, als derzeit vom Verkehrsministerium favorisiert. Sie wünschen sich eine Linienführung westlich ihres Orts zwischen Neuendorf und Duben. Diese Trassenführung würde die Einwohner vor unnötigen Lärm, Schmutz und Unfallgefahren schützen. Mit dieser Variante seien sich die Neuendorfer zudem mit den Treppendorfern einig. „Das hat Treppendorfs Ortsvorsteher Stefan Roth während unserer Einwohnerversammlung erklärt“, erzählt Dieter Krüger. Er hofft, dass die Argumente nun bei der Planung berücksichtigt werden. Ein entsprechendes Schreiben hat er Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) während der kürzlichen Brückeneinweihung auf der Schlossinsel in Lübben überreicht. „Wir hatten ein gutes Gespräch“, sagt Neuendorfs Ortsvorsteher.