Manche Versicherer ergänzen den Kassenanteil um einen bestimmten Betrag, andere übernehmen einen festgelegten Prozentsatz der Gesamtrechnung und ziehen davon den Kassenanteil ab.
Die zweite Variante ist dabei empfehlenswert. Denn jeder Versicherte weiß dann, dass er insgesamt 70 oder 80 Prozent des Rechnungsbetrages erstattet bekommt und 20 bis 30 Prozent selbst zahlen muss. Dagegen ist ein Zuschuss zur Kassenleistung eben immer abhängig von der Kassenleistung. Ist die bei einer teuren Leistung gering, nützt die Zusatzversicherung wenig, weil dann auch der Zuschuss gering ausfällt.
Interessant ist bei der Wahl der richtigen Zusatzversicherung für Zahnersatz auch, was genau als Zahnersatz gilt. Brücken und Kronen werden in aller Regel bezahlt, bei Inlays, Implantaten und Suprakonstruktionen sieht es schon anders aus. Hierbei gilt, je mehr Leistungen erstattungsfähig sind, um so besser.

Komplette Leistung
Leistungseinschränkungen sollten nicht hingenommen werden. So werden bei den Zusatzversicherungen oft Verblendungen an den hinteren Zähnen nicht oder nur zum Teil erstattet, und auch die Zahnarzthonorare sind auf den 2,3-fachen Satz der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) beschränkt. Solche Leistungseinschränkungen schmälern den Schutz erheblich. Besser sind Tarife mit möglichst uneingeschränkten Leistungen.
Gesetzlich Versicherte bekommen übrigens oft über ihre gesetzliche Krankenkasse Zusatzversicherungen angeboten - und zwar mit einem Nachlass gegenüber dem normalen Preis. Dabei ist Vorsicht geboten. Eine durchschnittliche und teure Police wird mit Kassen-Rabatt nicht zu einer empfehlenswerten Versicherung. Lieber eine Versicherungsgesellschaft aussuchen, die ohnehin gute Leistungen zum fairen Preis anbietet.
Nach der letzten Untersuchung der Stiftung Warentest (nachzulesen in der Zeitschrift „Finanztest“ , Ausgabe 4/2008) ist vor allem die Barmenia mit ihrem Tarif ZG empfehlenswert. Diese Versicherung bietet die umfangreichsten Leistungen im Test. Daneben sind die etwas günstigeren und immer noch leistungsstarken Tarife Arag Z 70, Gothaer MediDent, Inter GZE2, Württembergische ZG 50 vorteilhaft.

Auf Klauseln achten
Ganz wichtig bei Vertragsabschluss ist, dass die Leistungspflicht in den Verträgen oft beschränkt wird. Im Idealfall übernimmt der Versicherer nach einer Wartezeit von acht Monaten alle anfallenden Kosten. Andere Verträge sehen vor, dass erst nach einigen Jahren alle Rechnungen erstattet werden. Bis dahin gelten Übergangsregelungen, die pro Jahr eine Obergrenze festlegen, bis zu der Zahnersatz erstattet wird. Auf jeden Fall sollten unfallbedingte Maßnahmen immer und ohne Wartezeit erstattet werden.
Ein besonderes Bonbon kann ein Vertrag sein, der neben dem Zahnersatz noch weitere Leistungen erstattet. Infrage kommen Prophylaxeleistungen, die Kostenerstattung für Aufbissschienen oder kieferorthopädische Behandlungen - immer unter der Voraussetzung, dass die gesetzliche Kasse die Kosten nicht erstatten muss.