"Es gibt verschiedene Anfragen. Wir benötigen Zahlen, die wir möglichen Nutzern nennen können", verdeutlichte Bürgermeisterin Hannelore Brendel (parteilos) die Dringlichkeit des Beschlusses. Seit November 2010 kann er genutzt werden. Bis jetzt hat lediglich der Rotorblatthersteller Vestas vom Mühlberger Binnenhafen aus Windradflügel auf die Elbe geschickt.

Bei der Erstellung der Tarife haben sich die Mühlberger in Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Logistikunternehmen Glahr an Häfen wie Riesa und Torgau orientiert, erklärte Bauamtsleiter Jörg Burkhardt. Es handele sich um einen Schwerlasthafen ohne Kräne, für die die Kunden selbst sorgen müssen. Beziffert seien Schwerlast- und Tonnagepreise, Tarife für die Lagerung von Gütern, der Stückgutumschlag oder auch die Kosten für eine Tagesnutzung, so Burkhardt. Festgeschrieben sei aber auch, dass es sich um einen Schutzhafen handele, in dem im Notfall kostenfrei angelegt werden kann.

Da noch keine Erfahrungen für den Hafenbetrieb vorliegen, forderten die Abgeordneten eine Befristung der Tarifordnung. Verabredet wurde, nach einem Jahr Rechenschaft abzulegen. Nach zwei Jahren bestehe ohnehin die Pflicht zur Neukalkulation.