Warum sollten Menschen aus Elbe-Elster unbedingt einmal in Ihre Stadt kommen, und was sollten sie sich anschauen?
Eine Partnerstadt kann man eigentlich nur durch einen persönlichen Besuch richtig kennenlernen. Deshalb möchten wir die Bürgerinnen und Bürger von Elsterwerda einladen, sich über die Vielfalt in Vreden ein eigenes Bild zu machen. Vreden besticht durch seine lebhafte, fast 1200-jährige Geschichte, durch ausgedehnte Naturschutzgebiete, eine umfangreiche Auswahl an Museen und historischen Kirchen.

Besuchen Sie eines unserer Museen, zum Beispiel das kreiseigene Hamalandmuseum, das Erste deutsche Scherenschnittmuseum, das Miniaturschuhmuseum oder das Heimathaus Noldes im Kring des Kirchdorfes Ammeloe. Der weitläufige Stadtpark entlang der Berkel mit der historischen westmünsterlichen Hofanlage, den verschiedenen Skulpturen oder dem attraktiven Spielplatz ist auch einen Besuch wert. Wir haben aber noch mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten: Das Kirchdorf Zwillbrock ist weit über die Grenzen unseres Kreises bekannt, dort befindet sich die nördlichste, freilebende Flamingokolonie der Welt, die biologische Station und die Barockkirche Zwillbrock, in der zahlreiche Konzerte stattfinden.

Radfahren wird bei uns ganz groß geschrieben, daher finden Sie bei uns ein umfangreiches Radwegenetz. Aber auch mit Wanderungen, Kanufahrten und Rundflügen kann unserer Region erforscht werden. Sollte es Ihnen hier einmal zu heiß werden, bieten ein Besuch unseres Freibades, das in einem parkähnlichen Gelände liegt, oder ein Besuch des Berkelsees Abwechslung.

Vreden hat eine 32 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit den Niederlanden, ein Ausflug in eine unserer direkten niederländischen Nachbargemeinden bietet sich an. Zahlreiche Wege führen über die "grüne Grenze" nach Holland. Die Mitarbeiterinnen der Vreden Stadtmarketing GmbH sind Ihnen gerne behilflich, ein für Sie passendes Besuchsprogramm zusammenzustellen.

Mit welchen kulinarischen Spezialitäten sollten sich Besucher aus Elbe-Elster verwöhnen lassen?
Mit den wichtigsten Bestandteilen eines traditionellen, vorzüglichen Hochzeitsessens: Suppenfleisch mit Zwiebelsoße, zum Dessert eine westfälische Herrencreme, Pralinen und Kleingebäck der Vredener Confiserie Imping, Vredener Ravenbitter (ein Magenbitter). Gäste aus Elsterwerda waren von der Herrencreme so begeistert, dass wir das Rezept zusenden mussten.

An welche partnerschaftlichen Begegnungen denken Sie besonders gern zurück und welche sind für die Zukunft geplant?
Die Begegnungen mit den Vertretern aus unserer Partnerstadt Elsterwerda waren alle sehr informativ, aufschlussreich und interessant. Besonders erwähnen möchte ich vier Begegnungen: Das Städtepartnerschaftsjubiläum 2010, die 800-Jahr-Feier in Elsterwerda, die Baumpflanzaktion und die Fahrradtour nach Elsterwerda. 1990 wurde der Freundschaftsvertrag in Elsterwerda und Vreden unterzeichnet.

Das 20. Jubiläum der Vertragsunterzeichnung war Anlass für eine Einladung an unsere Partnerstadt. Die Skulptur "Haus D" des Künstlers Walter Wittek, die an die Trennung und Wiedervereinigung Deutschlands erinnert und vor dem Vredener Rathaus steht, wurde vorgestellt. Anschließend wurden die Gäste aus Elsterwerda bei einer Stadtrundfahrt über verschiedene Neuerungen informiert, angefangen vom neuen Bad über das neue Feuerwehrgerätehaus bis hin zu den Planungen für das kulturhistorische Zentrum. Ein Besuch unseres "Kleinods", der Barockkirche Zwillbrock, die Teilnahme am Rekkener Blumencorso und die Nachtwächterführung schlossen sich an. Der Rekkener Blumencorso feierte im Jahr 2010 sein 100-jähriges Bestehen und fuhr mit den mit Dahlien prachtvoll geschmückten Motivwagen durch die Vredener Innenstadt. Elsterwerdas Bürgermeister Dieter Herrchen nahm zusammen mit dem niederländischen Bürgermeister Hein Bloemen, unserem Ehrenbürgermeister Hermann Pennekamp und mir an dem Umzug in einer mit Dahlien geschmückten Kutsche teil.

Zum Festwochenende anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der erstmaligen urkundlichen Erwähnung Elsterwerdas waren wir im Jahr 2011 mit einer Delegation aus Vreden nach Elsterwerda gereist. Vom mittelalterlichen Markt und dem historischen Festumzug waren wir begeistert. Aber auch der Erlebnis- und Miniaturenpark, das Konzert und das Feuerwerk sind uns in besonderer Erinnerung geblieben.

Besonders erwähnen möchte ich aber unser letztes gemeinsames Treffen hier in Vreden. Nachdem im Jahr 2011 in Elsterwerda zwei Linden und eine Hinweistafel zur Erinnerung an die über 20-jährige Freundschaft gepflanzt beziehungsweise enthüllt wurden, hatten wir auch zu einer Baumpflanzaktion in Vreden eingeladen. In der Elsterwerdastraße wurde zum Zeichen der langjährigen Freundschaft am 23. März dieses Jahres eine Blutbuche gepflanzt. Die Bewohner der Elsterwerdastraße hatten zu einem gemeinsamen Grillfest eingeladen, und auch bei diesem Treffen wurde wieder deutlich, dass eine Städtepartnerschaft von den persönlichen Kontakten lebt.

Und schließlich dies: In meinem Sommerurlaub vor der Wahl zum Bürgermeister der Stadt Vreden bin ich mit dem Fahrrad von Vreden nach Elsterwerda gefahren. Der durch Vreden verlaufende Europa-Radweg R1 führt quer durch Deutschland nach Lutherstadt Wittenberg und von dort gelangt man auf dem "Schwarze Elster-Radweg" bis nach Elsterwerda.

Diese Tour hat mir die Region um Elsterwerda nachhaltig näher gebracht. Bei dem Besuch in der Stadtverwaltung wurde zwar auch "gefachsimpelt", aber im Mittelpunkt stand das Kennenlernen der Partnerstadt. Die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Anja Heinrich, hatte sich als Fremdenführerin zur Verfügung gestellt und unternahm mit Unterstützung durch den Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung, Dieter Hennig, eine Besichtigungstour durch die Stadt Elsterwerda.

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