Dubje, das sei der sorbische Name ihres Ortes, aber wer außer den Eichowern wisse das schon, fragt Bärbel Gelfort. „Mich würde einmal interessieren, wie es zu dieser Namensgebung gekommen ist“, sagt sie.

Die Erklärung liefert Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. „Der Name Dubje für den Parkplatz an der A 15 geht auf einen Vorschlag der zuständigen Planer im damaligen Brandenburgischen Autobwahnamt aus dem Jahr 2001 zurück. Zu dieser Zeit wurden mehrere Standorte für unbewirtschaftete Rastanlagen an verschiedenen Bundesautobahnen geplant. Das Bundesverkehrsministerium als Bauherr erwartet von seiner jeweiligen Auftragsverwaltung, dass diese Namensvorschläge mit regionalem Bezug erarbeitet“, erklärt sie auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Da der Parkplatz sich auf sorbischem Siedlungsgebiet befinde, sei es nahe liegend, dass ein sorbischer Name mit regionalem Bezug vorgeschlagen und ausgewählt wurde. Diesem Vorschlag sei vonseiten des Bundes entsprochen worden.

Es stimme zwar, dass Eichow im sorbischen Siedlungsgebiet liege, aber die sorbische Tradition spiele im Alltag der Eichower kaum noch eine Rolle, gibt Bärbel Gelfort zu bedenken. „Wenn auf dem Parkplatzschild wenigstens in Klammern der Ortsname Eichow zu lesen wäre, würde sich der regionale Bezug erklären. Jetzt ist das nicht der Fall.“

Eindeutiger zuzuordnen wird der lokale Bezug bei dem Parkplatz sein, der in diesem Jahr als Pendant zum Rastplatz Dubje auf der Südseite der A 15 entstehen soll. Für ihn ist laut Landesamt für Straßenwesen der Name „Eichower Flieߓ vorgesehen.