Das entschied das Oberlandesgericht Celle (Az.: 6 U 117/10), wie die Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

Im verhandelten Fall hatte eine Frau ein Testament verfasst und dieses auch eigenhändig unterschrieben. In diesem Testament setzte sie ihren Enkel als Erben ihres Hausstandes ein. Unterhalb der Unterschrift fügte sie einen weiteren Satz hinzu, worin sie ihrem Enkel auch ihr Konto zukommen ließ. Darunter setzte sie handschriftlich die Abkürzung „D. O.“

Die Richter hielten diesen Zusatz für nichtig. Eine zusätzliche Verfügung müsse eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Die Unterschrift müsse den Vor- und Nachnamen des Erblassers enthalten. Eine abweichende Unterschrift reiche nur dann aus, wenn an der Urheberschaft keine Zweifel bestünden.

Diese Voraussetzungen sah das Gericht hier nicht. Denn bei der Abkürzung „D. O.“ seien es nicht die Initialen der Erblasserin. Gemeint ist: „Die Obengenannte“. Eine solche Bezugnahme erlaube aber nicht die Identifikation der Erblasserin, stellten die Richter klar.

www.erbrecht-erbr.de