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| 02:44 Uhr

Zypern wird erstmals EU-Ratspräsident

Die erste EU-Ratspräsidentschaft Zyperns kommt in einem Moment, da Europa in einer der größten Krisen steckt. Was kann Zypern zu einer Lösung beitragen? Die zyprische Präsidentschaft ist aufgefordert, die Bemühungen um machbare Lösungen fortzusetzen.

Der Ansatz für die Erholung der europäischen Volkswirtschaften sollte sowohl einen Konsolidierungskurs als auch nachhaltige Maßnahmen für Wirtschaftswachstum umfassen. Die zyprische Präsidentschaft wird Programme voranbringen, die Wachstum fördern und zu Effizienz, Wohlstand und Arbeitsplätzen führen.

Zypern hat selbst mit einer ernsten Krise zu kämpfen. Wie soll verhindert werden, dass Ihr Land ins Trudeln gerät?
Höchste Priorität hat für die Regierung, die Auswirkungen der Griechenlandkrise auf den zyprischen Finanzsektor, den Rekapitalisierungsbedarf der Banken und die steigenden Arbeitslosenzahlen anzugehen. In Einklang mit den Prognosen der EU-Kommission für 2012 bis 2013 werden die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen dazu führen, das Haushaltsdefizit von 6,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 auf 3,4 Prozent bis Ende 2012 und auf 2,5 Prozent 2013 zu reduzieren. Zypern ist entschlossen, alles zu unternehmen, um eine dauerhafte Korrektur des übermäßigen Defizits zu erreichen.

Die Republik Zypern wird von der Türkei nicht anerkannt. Mehr als ein Drittel des Bodens Zyperns ist von türkischen Truppen besetzt. Wie will Nikosia damit umgehen?
Es ist bedauerlich, dass die türkische Regierung ihre Absicht erklärt hat, nichts mit der zyprischen Präsidentschaft zu tun zu haben. Wir werden nicht zulassen, dass türkische Provokationen und Drohungen unsere Präsidentschaft beeinflussen. Wir fordern von der Türkei, einem EU-Beitrittskandidaten, von Aktionen abzusehen, die die Ratspräsidentschaft hemmen. Zypern und seine Menschen müssen wiedervereint werden. Das bleibt unsere Vision.