Ihnen stehen 6286 Schüler gegenüber, die zum Ende dieses Schuljahres die zehnten Klassen verlassen. Bittere Konsequenz für die Planer im Schulamt: Eine Oberschule in Doberlug (Elbe-Elster) und eine in Spremberg (Spree-Neiße) können mit ihren 20 beziehungsweise zwölf Anmeldungen keine 7. Klassen bilden. Ihnen droht das Aus.
Über die Zukunft zehn weiterer Oberschulen entscheidet die Behörde am 13. April, so der stellvertretende Schulleiter Gerald Boese. Bis dahin sollen Zweitwünsche der Schüler ausgewertet sowie Gespräche mit Schulträgern und Landkreisen gelaufen sein. Betroffen sind Oberschulen in Cottbus-Sachsendorf und Cottbus-Sandow, in Peitz und Drebkau (Spree-Neiße), in Lübbenau, Vetschau, Ruhland und Ortrand (Oberspreewald-Lausitz-Kreis) sowie in Herzberg und Schlieben (Elbe-Elster). Mit 25 bis 39 Anmeldungen liegen sie zwar alle unter dem Soll von 40 Schülern für zwei 7. Klassen, könnten aber noch Schüler von benachbarten Einrichtungen bekommen, die zu viele Anmeldungen haben. Außerdem kann das Schulamt Ausnahmen von der 40-Schüler-Regel zulassen, wenn die letzte weiter- führende Schule eines Grundzentrums betroffen ist. Jedoch haben zum Beispiel die Schulen in Ruhland und Ortrand, so Boese, diese Regelung schon einmal beansprucht. „Das darf kein Dauerzustand sein.“
Anders als in Brandenburg insgesamt, sagt Gerald Boese, laufen im Schulamt Cottbus die Gymnasien den Ober- und Gesamtschulen nicht den Rang ab. 43 Prozent der Schüler wollen aufs Gymnasium. Dies sei noch im Rahmen. (Eig. Ber./dpr)