Damit reagierten sie darauf, dass der Vorsitzende Richter die ständige Anwesenheit eines Gutachters abgelehnt hat. "Ich bin unzufrieden damit, wie das Gericht mit der Frage der Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten umgeht", sagte Nebenklage-Anwalt Herbert Posner nach Ende des dritten Verhandlungstages.

Angeklagt vor dem Landgericht Zwickau ist ein 61-Jähriger, der nach einem Schlaganfall 2012 gesundheitliche Probleme hat. Ihm wird vorgeworfen, am 9. April des Jahres 1987 die damals 18 Jahre alte Heike Wunderlich vergewaltigt und erdrosselt zu haben. Laut Gutachten ist der Frührentner nur für zwei Stunden pro Tag mit einer Pause dazwischen verhandlungsfähig. Der Prozess wird heute fortgesetzt.