Der rund 15,5 Millionen teure Bau könne schon 2015 beginnen und das Gebäude bis Herbst 2018 errichtet sein, teilte die Stadt am Freitag mit. Der Innenausbau zum Archiv könne 2020 nach Ende der Landesausstellung erfolgen. Der Vorschlag soll im Dezember im Stadtrat beraten werden .

Ursprünglich war der ehemalige Horch-Hochbau, eine etwa 100 Jahre alte ehemalige Automobilfabrik, für die Ausstellung zu Sachsens Industriegeschichte vorgesehen. Das denkmalgeschützte Gebäude sollte saniert und später für Gewerbe vermietet werden. Die Stadt musste aber im Mai einräumen, dass wegen der Ausschreibungsfristen die rechtzeitige Sanierung nicht garantiert werden könne. In dem neuen Gebäude kann laut Stadt neben der Sicherheit auch Klimatisierung oder Beleuchtung besser als im Horch-Hochbau garantiert werden.

Das Kabinett hatte sich Ende Januar für Zwickau als Schauplatz der Präsentation entschieden. Landesausstellungen gibt es in Sachsen seit 1998 im Abstand von mehreren Jahren. Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) will nach dem Stadtratsbeschluss am 18. Dezember über das weitere Vorgehen des Landes entscheiden. "Für uns gibt es keinen Anlass, wegen der aufgetretenen Schwierigkeiten bei der Stadt Zwickau die 4. Sächsische Landesausstellung zur Industriekultur infrage zu stellen", sagte sie. Wichtig sei ihr eine "attraktive, qualitätsvolle Landesausstellung". Dazu würden auch authentische Orte in der Region Südwestsachsen eingebunden .