Auf dem Rangierbahnhof in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist in der Nacht zum Sonnabend ein Kesselwagen mit Treibstoff entgleist. Das bestätigt die Deutsche Bahn. "Der Waggon der DB Schenker Logistics selbst ist unbeschädigt geblieben, konnte aber wegen des hohen Gewichts nicht problemlos wieder aufgegleist werden", teilt ein Unternehmenssprecher mit. Die Werksfeuerwehr der BASF Schwarzheide hat das Benzin deshalb am Abend abgepumpt. Das erklärt Wachabteilungsführer Klaus-Dieter Schwant. Der Waggon ist in Regie der Bahn dann am gestrigen Sonntagmorgen mit schwerer Technik wieder auf die Schiene gehoben und abtransportiert worden. Die Unglücksursache sei noch unklar. Ermittlungen liefen.

Auch im Fall des am Mittwochmorgen im Bahnhof Elsterwerda (Elbe-Elster) entgleisten Zuges gibt es noch immer keine Klarheit über die Ursache des Unfalls. Die Ermittlungen dauern noch an, wie ein Bahnsprecher am Sonntag sagte. Der leere Personenzug war am Mittwochmorgen entgleist. Verletzt wurde niemand. Bis Freitag war der Regionalverkehr zwischen Südbrandenburg und Sachsen eingeschränkt. Viele Züge fielen aus. Tausende Bahnreisende waren vor allem auf der Strecke zwischen Elsterwerda und dem sächsischen Gröditz in beiden Richtungen betroffen. Der Fernverkehr zwischen Berlin und Dresden war zeitweise über Leipzig umgeleitet worden. Der entgleiste Zug sollte zum Einsatz kommen. Eine Rangierlok hatte ihn bewegt, wie die Bahn angab.

Indes müssen sich Bahnreisende in Südbrandenburg auf weitere Zugausfälle einstellen. In den Nächten zum Mittwoch (24. September) und Samstag (27. September) wird die Personenunterführung des Bahnhofs in Elsterwerda erneuert. Betroffen sind die Linien RE 3, RB 31 und RB 45. Die Bahn will als Ersatz Busse einsetzen.