Der Sächsische Lehrerverband (SLV) geht jedoch bereits davon aus, dass sich erneut Pädagogen von rund 1000 Schulen am zweiten Warnstreik beteiligen. Bedeckt hielt sich zunächst die Bildungsgewerkschaft GEW. "Wir haben keine Signale, dass es gravierend schlechter wird als beim ersten Mal", sagte GEW-Landesvize Uschi Kruse auf Anfrage.Bestreikt würden insbesondere Mittelschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Dort finde zumeist kein regulärer Unterricht statt. Da die Lehrer erst seit Montag wieder in der Schule seien und den Streikaufruf besprechen könnten, würden viele Antworten aus den Kollegien aber frühestens am heutigen Mittwoch erwartet. Wie viel Lehrer sich an den Streiks Anfang Februar beteiligten, ist indes umstritten. Die Gewerkschaft spricht von etwa 20 000, das Kultusministerium von 11 000 Lehrer von 845 Schulen. Beide Seiten verweisen auf belastbare Zahlen. Die Streiks am Freitag werden wieder von einer Großkundgebung vor dem Finanzministerium begleitet, mehrere Verhandlungsführer wollen dort sprechen. Vor drei Wochen kamen zur Dresdner Großdemo mehr als 10 000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Sie fordern im laufenden Tarifkonflikt der Länder acht Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber haben bisher 4,2 Prozent angeboten. "Sachsens Lehrer haben das Scheinangebot durchschaut und sind empört", sagt Lehrerverbandschef Jens Weichelt. Eig. Ber./sh