Die Renovierung kostete etwa 200 000 Euro. Künftig soll der Burghof noch mehr für Veranstaltungen dienen. Von 1992 bis Ende 2007 gab Sachsen rund 6,3 Millionen Euro für den Erhalt der mittelalterlichen Burganlage aus. In diesem Jahr sollen weitere 580 000 Euro in das markante Bauwerk fließen. Davon profitieren auch der Seigerturm, der Marstall und Teile der Außenmauer.
Nachdem zunächst hauptsächlich Gebäude und Mauern gesichert und denkmalgerecht hergerichtet wurden, konzentriert sich die Renovierung nun auf die Burghöfe. Wann die Sanierung insgesamt endet, vermochte der Staatsbetrieb am Montag nicht zu sagen. Burg Stolpen erlangte vor allem wegen einer Frau Berühmtheit: Die bekannteste Mätresse des sächsischen Kurfürsten und Polen-Königs August der Starke (1670-1733), Gräfin Cosel (1680-1765), verbrachte hier bis zum ihrem Lebensende 49 Jahre in Gefangenschaft. Der Sachsen-Herrscher hatte seine Geliebte zur Staatsfeindin erklärt, da sie sich in Amtsgeschäfte einmischte.
Aber nicht nur wegen Gräfin Cosel ist Stolpen ein Besuchermagnet. Tief im Inneren der Burg gibt es dunkle Verliese. Für Grusel sorgt vor allem die Folterkammer mit martialischen Instrumenten wie Streckbank und Eiserner Jungfrau. (dpa/mb)