"Dies ist ohne jeden Zweifel meine Lieblings-Fortsetzung", strahlte der 59-jährige frühere Hollywoodstar in der Wahlnacht nach seinem haushohen Sieg über den demokratischen Herausforderer Phil Angelides. Der Republikaner wird weitere vier Jahre als Gouverneur in Kaliforniens Hauptstadt Sacramento regieren. Während seine Parteifreunde bei den Kongresswahlen schwere Niederlagen einstecken mussten, hatte der gebürtige Österreicher mit seinem umweltfreundlich-moderaten Programm im liberalen Kalifornien ein leichtes Spiel. Die Wähler stimmten auch für ein riesiges Anleihenpaket im Wert von über 37 Milliarden Dollar, das Schwarzenegger gemeinsam mit den Demokraten im Parlament vorgeschlagen hatte, um damit Schulen, Straßen und Deiche zu sanieren. Sie folgten auch "Arnies" striktem Nein zu neuen Steuern. So scheiterte ein von Hollywoodstars wie Brad Pitt und Robert Redford unterstützter Vorschlag für eine Besteuerung der Ölförderung in Kalifornien. Der Milliardenerlös sollte in erneuerbare Energien und klimaschonende Technologien fließen.
Sein triumphales Comeback nach einer Wahlschlappe bei einer Sonderabstimmung zu einem Reformpaket im vergangenen Herbst schreibt der "Terminator" seiner Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft mit der demokratischen Mehrheit im Parlament zu. Dies sei der "kalifornische Weg", von dem der Rest der Nation lernen könne, predigte Schwarzenegger in der Wahlnacht mit Blick auf Washington. "Wir greifen uns hier nicht an."
Als "neuer Republikaner" könnte er zum wichtigen Vorbild werden, kommentierte der Politstratege Ed Rollins Schwarzeneggers erfolgreiche Gratwanderung als finanzpolitisch Konservativer aber sozial- und umweltpolitisch Liberaler.
So hatten sich Republikaner und Demokraten in den vergangenen Monaten unter anderem auf eine Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns und auf die Verabschiedung scharfer Treibhausgas-Gesetze einigen können. "Lasst uns den kalifornischen Traum bewahren", sagte Schwarzenegger nach dem Wahlsieg kämpferisch. Die Wähler trauen es ihm offenbar zu.