Sechs Tage nach einer ersten Geberkonferenz in Jakarta findet heute in Genf ein zweites internationales Treffen für die Region statt. Erwartet werden mehr als 250 Vertreter von Regierungen und Hilfsorganisationen. Die eintägige Konferenz wird vom Koordinator der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe (OCHA), Jan Egeland, geleitet. "Wir gehen davon aus, dass die Länder neue Barspenden zusagen", fasste OCHA-Sprecherin Elisabeth Byrs die Erwartungen zusammen. Bis gestern lagen Zusagen für 2,69 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro) vor.
Nach Angaben Byrs' erwarten die Vereinten Nationen, die die Hilfe für die Hinterbliebenen von etwa 160 000 Toten, für 18 000 Vermisste und 1,1 Millionen Obdach- und Heimatlose organisieren, dass die Spenderländer auch konkrete Zahlungsfristen angeben. Erfahrungen aus früheren Katastrophen haben gezeigt, dass das Geld nicht immer in der zunächst angegebenen Höhe wirklich eintraf. Um schnell und wirksam arbeiten zu können, brauchen die UN das zugesagte Geld bis Ende dieses Monats.
Außerdem beraten die Vereinten Nationen routinemäßig über die wegen der Flutwelle "vergessenen Krisen" in anderen Regionen der Welt.
(dpa/kr)