Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen arbeitet die Brandenburger Landesregierung an Plänen für eine zweite Erstaufnahmestelle. Zu möglichen Standorten wollte sich das Innenministerium am Dienstag nicht äußern. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte dem rbb am Vorabend gesagt, die Landesregierung denke über eine zweite Einrichtung nach, weil die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt an ihre Kapazitätsgrenze geraten sei.

Mit allen Außenstellen und Notunterkünften in Zelten und einer Turnhalle verfügt die Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt über 3300 Plätze. Davon seien derzeit 3200 belegt, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker. Weitere Außenstellen in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) und Wünsdorf (Teltow-Fläming) mit insgesamt rund 2000 Plätzen sind noch im Bau und können erst Anfang kommenden Jahres belegt werden.

Allerdings würden in Doberlug-Kirchhain von der Bundeswehr weitere Zelte aufgebaut, sagte Decker. Zur Zahl der Menschen, die dort untergebracht werden könnten, äußerte sich der Sprecher nicht.