Insgesamt schoben sich 2,1 Millionen Menschen durch die Attraktionen der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten von der Albrechtsburg bis hin zum Zwinger. Mit Einnahmen von 10,4 Millionen Euro konnte sich der Staatsbetrieb nach dem Hochwasserjahr 2013 wieder berappeln. Ein Plus von einer Million verkündete Geschäftsführer Christian Striefler am Dienstag in Dresden.

Die Nummer eins - Pillnitz: Spitzenreiter ist - wie immer - das Lustschloss in Pillnitz. Das schönste Juwel in Augusts des Starken Immobiliensammlung wollten im vergangenen Jahr 421 000 Menschen sehen. August parkte in dieser lieblichen Datsche hoch über der Elbe seine berühmteste Mätresse, Constantia von Cosel. Sie lebte dort zwischen Gartenfontänen und chinoisen Ledertapeten, bis er ihr final den Laufpass gab. Im Garten wächst seit 250 Jahren eine Kamelie - mit deren Blütenpracht stehen oder fallen die Gästezahlen. Diesmal waren es fast 40 000 mehr als im Vorjahr.

Großer Garten Dresden: Hotspot Nummer zwei ist der Große Garten mitten in der Landeshauptstadt. 309 000 Besucher flanierten durch die Alleen der fast 150 Hektar großen Parkanlage. Kurfürst Johann Georg III. wollte im späten 17. Jahrhundert einen französischen Garten wie der Sonnenkönig. In die Mitte ließ er ein frühbarockes Palais stellen. Der Rest des Parks ist jünger und eher englisch im Stil. Mit romantisch verschlungenen Wegen, kleinen Wäldern, Wiesen und Themengärten. Kleine Dresdner drehen gern eine Runde mit der Parkeisenbahn.

Albrechtsburg Meißen: Auch an der Wiege Sachsens war 2014 mehr los. An die 149 000 Gäste zählte die Albrechtsburg. Ein Anstieg von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr - als wegen des Juni-Hochwassers die Innenstadt von Meißen über Wochen nicht zugänglich war.

Moritzburg - Aschenbrödel davongeritten: Dass das Jagdschloss Moritzburg seine Gästezahlen einigermaßen halten konnte, ist schon eine Erwähnung wert. Denn erstmals seit Jahren fiel die Winterausstellung zum Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" aus. Doch auch ohne die verlässlich Gäste ziehende Prinzessin fanden sich 270 000 Besucher ein.

Rochlitz mit starken Frauen: Wenn Margot Käßmann Werbung macht, läuft der Laden. So lockte die Ausstellung über die starken Frauen der Reformation insgesamt 52 000 Besucher auf den Rochlitzer Schlossberg. Das spätmittelalterliche Schloss gehört nicht gerade zu den Besuchermagneten im Portfolio der staatlichen Schlösser. Herzogs kamen nur zum Jagen her und nutzten das Schloss als Seniorenresidenz, als Amtsstube und als Knast. Dennoch findet sich hier architektonisch Bemerkenswertes aus der Scharnierzeit zwischen Gotik und Renaissance. 2014 bescherte Rochlitz ein Plus von 10 000 Gästen .