„Bislang hätte jede Kommune an ihrem See allein planen, Fördermittel beantragen und entscheiden können. Eine attraktive Seen kette wäre dabei kaum entstanden“, sagt Carsten Maluszczack, der Leiter der Regionalen Planungsstelle Lausitz-Spreewald. Gestern aber hat nach den Sachsen auch die Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald, der alle Landkreise angehören, einer ganzheitlichen Planung für etwa 20 künftige Tagebauseen zwischen Finsterwalde, Drebkau, Senftenberg und Hoyerswerda zugestimmt. „Wir ziehen jetzt mit den Sachsen an einem Strang und haben uns damit die größte Zukunftschance, die wir in der Lausitz besitzen, erhalten“, betont Maluszczack und verweist auf das Jahr 2004, in dem die beiden Teilregionalpläne für den sächsischen und brandenburgischen Bereich des Seenlandes zum Gesetz werden sollen.
Die Einigung mit Sachsen ist auch für den neuen Chef der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald, Holger Bartsch (SPD), ein wichtiger Baustein zum Gelingen des Seen landes. Der Landrat des Oberspreewald-Lausitz-Kreises, der von der Regionalversammlung gestern in Cottbus einstimmig zum Nachfolger des ehemaligen Cottbuser Oberbürgermeisters Waldemar Kleinschmidt in diesem Amt gewählt wurde, macht aber auch deutlich: „Was auf sächsischem Gebiet passiert, muss auch von den Sachsen finanziert werden.“ Dass etwa die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land Vorlaufarbeit für Projekte im Sächsischen leiste, verbiete sich.
In seiner neuen Funktion hofft Bartsch zugleich, weiterhin ein geschlossenes Auftreten der Region gegenüber dem Land zu erhalten. Das sei mit den durch die Kommunalreform entstandenen Verstimmungen zwischen Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis nicht leicht. „Vielleicht aber habe ich als Außenstehender hier eine gute Chance, zur Vermittlung beizutragen“, betont Holger Bartsch.