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| 01:28 Uhr

Zwei Keramik-Oscars gehen in die Lausitz

Mit ihren BWA-Awards: die Cottbuser Anja und Olaf Schöpe und Petra Kröger-Schumann (r.) aus Finsterwalde. Fotos: Taubert
Mit ihren BWA-Awards: die Cottbuser Anja und Olaf Schöpe und Petra Kröger-Schumann (r.) aus Finsterwalde. Fotos: Taubert
Cottbus. Zum dritten Mal sind in Cottbus Unternehmen aus Berlin-Brandenburg geehrt worden, die mehr als nur wirtschaftlicher Erfolg auszeichnet. Sie teilen vielmehr mit der Gesellschaft, zeigen hohes bürgerschaftliches Engagement. In diesem Jahr gehen beide Preise in die Lausitz. Von Christian Taubert

Laudatio, Fanfare, Briefumschlag - der Gewinner ist: Das Szenario erinnerte an die Oscar-Verleihung. Im Best Western Parkhotel Cottbus-Branitz wurden am Samstagabend zwar “nur„ die Keramik-Oscars des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) Berlin-Brandenburg verliehen. Die zwei Preisträger aber haben auf ihre Weise Oscar-verdächtige Leistungen vollbracht, indem sie wirtschaftlichen Erfolg mit hohem bürgerschaftlichem Engagement paaren. Für die Jury war das eindeutig: Sie werden mit dem BWA-Award 2010 gekürt.

Der Gewinner ist: In der Kategorie unter 100 Mitarbeiter die “pro gastra Gastgewerbe„ GmbH aus Cottbus, verkündete der durch den Ball-Abend führende rbb-Moderator Gerald Meyer. Für die Gastronomen Olaf und Anja Schöpe die Krönung eines Jahres, in dem sie bereits zum fünften Mal einen Preis eingeheimst haben.

Auf der ITB in Berlin hatte es im Frühjahr begonnen, als Olaf Schöpes Netzwerk-Idee vom Radreisepartner Lausitz-Spreewald mit dem Brandenburger Tourismuspreis geehrt wurde. Der BWA bewertete jetzt das pro-gastra-Gesamtkonzept mit ausgezeichneter Gastlichkeit im Cottbuser Waldhotel, den Rundum-Angeboten im ersten Bio-Hotel des Spreewaldes, der Burger Kolonieschänke (die Anja Schöpe führt), und mit dem Radreisepartner als überaus gelungen. In Schöpes Netzwerk sind inzwischen 50 Partner in der Region einbezogen. 5000 Gäste nutzten in diesem Jahr die weit über das Radeln hinausgehenden Angebote.

Der Gewinner ist: In der Kategorie über 100 Mitarbeiter die Firma Medizintechnik & Sanitätshaus Kröger GmbH aus Finsterwalde-Massen (Elbe-Elster). Ein Unternehmen, das im Juli 1990 im Wohnzimmer der Familie Kröger gestartet war, und das heute neben der Gesundheitspassage in Finsterwalde über Zweigstellen in Luckau, Calau und Senftenberg verfügt. Bereits 2008 war die nach dem Tod des Firmengründers Harald Kröger mit Frauen-Power - von Anita Kröger und Tochter Petra Kröger-Schumann - geleitete Firma als bestes deutsches Sanitätshaus ausgezeichnet worden. Inzwischen sind die Finsterwalder mehr als Einzelhandelsunternehmen für Klinik- und Arztbedarf. Vielmehr ist die Palette um Angebote für Gesunderhaltung, Prävention und Rehabilitation erweitert worden - ausschließlich mithilfe einheimischer Firmen.

Für den BWA-Award hätten die Erfolgsgeschichten beider Unternehmen aber nicht ausgereicht. “Es ist das bürgerschaftliche, soziale Engagement, was sie zudem auszeichnet„, erklärte Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD), die wie BWA-Präsident Jürgen Lidzba auf die Unterstützung durch beide Firmen für Sportvereine, Kita, freiwillige Feuerwehren, Bürger- oder Karnevalsvereine verweist. “Das werden wir auch weiterhin tun„, versichern Olaf Schöpe und Petra Kröger-Schumann. Der Cottbuser Gastronom räumt in seinem ganz persönlichen Oscar-Jahr aber auch ein, dass “wirtschaftlicher Erfolg immer wieder neu erarbeitet werden muss. Aber da sind wir noch nicht am Ende„.