| 12:39 Uhr

Zwei der Todesopfer von Istanbul kamen aus Deutschland

FILE - Supporters of Turkish President Recep Tayyip Erdogan shout slogans and hold flags during a demonstration, against the failed Army coup attempt, at Taksim Sqaure, in Istanbul, Turkey, 16 July 2016. Turkish Prime Minister Yildirim reportedly said that the Turkish military was involved in an attempted coup d'etat. The Turkish military meanwhile stated it had taken over control. According to news reports, Turkish President Recep Tayyip Erdogan has denounced the coup attempt as an 'act of treason' and insisted his government remains in charge. Some 104 coup plotters were killed, 90 people - 41 of them police and 47 are civilians - 'fell martrys', after an attempt to bring down the Turkish government, the acting army chief General Umit Dundar said in a televised appearance. (zu dpa "Terror, Putsch und Amok - Zwei Wochen wie im Wahnsinn") +++(c) dpa - Bildfunk+++
FILE - Supporters of Turkish President Recep Tayyip Erdogan shout slogans and hold flags during a demonstration, against the failed Army coup attempt, at Taksim Sqaure, in Istanbul, Turkey, 16 July 2016. Turkish Prime Minister Yildirim reportedly said that the Turkish military was involved in an attempted coup d'etat. The Turkish military meanwhile stated it had taken over control. According to news reports, Turkish President Recep Tayyip Erdogan has denounced the coup attempt as an 'act of treason' and insisted his government remains in charge. Some 104 coup plotters were killed, 90 people - 41 of them police and 47 are civilians - 'fell martrys', after an attempt to bring down the Turkish government, the acting army chief General Umit Dundar said in a televised appearance. (zu dpa "Terror, Putsch und Amok - Zwei Wochen wie im Wahnsinn") +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Sedat Suna (EPA)
Istanbul/Berlin. Unter den 39 Todesopfern beim Silvester-Anschlag in Istanbul sind auch zwei Menschen aus Deutschland. Laut Auswärtiges Amt sind drei deutsche Staatsangehörige bei dem Terrorangriff verletzt worden. dpa

Zwei der Todesopfer des Silvester-Anschlags in Istanbul kamen nach Angaben des Auswärtigen Amtes aus Deutschland. „Wir gehen davon aus, dass zwei der Todesopfer aus Deutschland kamen, das heißt also hier ihren festen Wohnsitz hatten“, sagte ein Sprecher am Montag in Berlin. Einer habe sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit. „Bei dem anderen gehen wir derzeit davon aus, dass er nur türkischer Staatsangehöriger ist.“ Beide hätten in Bayern gewohnt.

Der Sprecher fügte an, dass drei deutsche Staatsangehörige bei dem Anschlag verletzt worden seien. „Sie sind in guter medizinischer Behandlung und außer Lebensgefahr.“ Woher diese stammten, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bezeichnete die Zusammenarbeit der deutschen mit den türkischen Sicherheitsbehörden als gut. Zu möglichen Auswirkungen durch Entlassungen und Verhaftungen im Sicherheitsapparat nach dem Putschversuch vom Sommer sagte er, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen zu personellen Wechseln gekommen sei. Dass dies aber grundsätzlich Einfluss auf die Zusammenarbeit habe, könne er nicht berichten oder bestätigen. Das Land sei bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus ein sehr wichtiger Partner, betonte der Sprecher.

Bei dem Angriff von mindestens einem Bewaffneten in einem Istanbuler Club waren in der Nacht auf Sonntag 39 Menschen getötet worden, darunter mindestens 26 Ausländer. Von dem Täter fehlt jede Spur. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.