Bürgermeisterin Hannelore Brendel (parteilos) zeigte sich erleichtert: "Wir sind dankbar. Der Bau ist ein Stück Heimat, aber auch ein Bau um unsere Heimat zukünftig zu verteidigen." Super Job, reibungslos, mangelfreier Bau. Worte, die beim Termin in Köttlitz fielen. 180 Hektar Überflutungsfläche wurde an dieser Stelle geschaffen und das unter schwierigen Bedingungen.

Es mussten gefährdete Pflanzen und Tiere umgesiedelt werden. Ein Haus musste weichen und ein zusätzlicher Zufahrtsweg entstehen. Die jetzt fertig gestellten Deichabschnitte mit einer Gesamtlänge von 1200 Metern haben 3,5 Millionen Euro gekostet. Dafür wurden 450 Meter Deich saniert, eine 750 Meter Trasse neu errichtet. Unter anderem mussten 175000 Tonnen Sand angefahren und 4000 Quadratmeter Natursteine verbaut werden. Und genau das ist das Besondere: "Mühlberg ist unser Hochwasserschwerpunkt in Brandenburg. Auch deshalb gibt es einen solchen Deich nur hier", sagt Prof.Dr.Matthias Freude, Präsident vom Landesumweltamt.

250 bis 500 Kilogramm schwere Natursteine sollen den Deich vor Erosion schützen. Im Winter könnten sonst treibende Eisschollen an dieser Engstelle Schaden anrichten. Indes, so verkündete Anita Tack, hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) versprochen, dass Geld für den Hochwasserschutz vom Bund kommen soll. Zudem kämpft Brandenburg nicht mehr alleine. Man wolle mit den anderen Ländern einen ganzheitlichen Ansatz finden. Mühlberg bleibt dabei im Blick, hier wird 20 Millionen Euro in den Hochwasserschutz gesteckt. Landrat Christian Jaschinski (CDU): "Wir müssen dranbleiben, rasch weiter bauen. Und die Schwarze Elster nicht aus dem Blick verlieren."