Elf Mensc hen sind bei einem Busunglück auf der Autobahn 10 bei Niederlehme (Dahme-Spreewald) schwer verletzt worden, einer davon schwebte zeitweise in Lebensgefahr. 40 weitere Insassen erlitten bei dem Unfall am Sonntagmorgen leichtere Blessuren. Der polnische Bus war kurz vor 5 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf dem südlichen Berliner Ring von der Fahrbahn abgekommen, fuhr in eine Böschung und kippte auf die linke Seite. Die A 10 Richtung Frankfurt (Oder) war stundenlang gesperrt. Polizeiangaben zufolge waren 69 Menschen in dem Bu s.

Das Fahrzeug, das im Auftrag des polnischen Unternehmens Sindbad fuhr, kam aus Nordrhein-Westfalen und war auf dem Weg nach Nordpolen. Bereits Ende Juli war ein Bus, der für diese Firma unterwegs war, auf der Autobahn A 4 bei Dresden tragisch verunglückt.

In Espenheim bei Leipzig ging am Samstag ein Doppeldeckerbus auf Ausflugstour plötzlich in Flammen auf und brannte aus. Die Insassen - der Busfahrer und 29 Passagiere - kamen mit dem Schrecken davon. Sie konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, wie ein Sprecher der Polizei Leipzig sagte. 27 Fahrgäste vorsorglich wurden wegen Verdachts der Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht.

Sorgen vor einer zunehmenden Gefahr im Reisebusverkehr müsse man sich aber nicht machen, erklärte ein Sicherheitsexperte des Internationalen Bustouristik Verbandes am Sonntag. "Früher gab es in Deutschland im Jahr bis zu zehn solcher Ereignisse. Aber mit Gurtpflicht und den neuen Fahrtzeit-Kontrollgeräten hat sich das erheblich gebessert", sagte Johannes Hübner. Panorama Seite 20