Er verwies zugleich auf das aufwendige Verfahren, das sämtliche bereits bekannten Pläne etwa für Umgehungsstraßen berücksichtigt. Albrecht zeigte sich zugleich davon überzeugt, dass das Projekt auch für mögliche Interessenkonflikte, die jetzt noch nicht absehbar sind, gewappnet sei. Um wie gewünscht im Sommer 2014 als „Montanregion Erzgebirge“ ins Welterbe aufgenommen zu werden, muss der Antrag bis zum Februar 2013 eingereicht werden.

Konkret sollen 45 bis 50 Stätten im sächsisch-tschechischen Erzgebirge als Welterbe ausgewiesen werden. Dazu gehören etwa alte Schachtanlagen wie in Frohnau, Ehrenfriedersdorf und Altenberg sowie Städte wie Freiberg und Marienberg mit mittelalterlichen Häusern, Marktplätzen und Kirchen. Albrecht zufolge will die sächsische Landesregierung bis zum Jahresende einen Bericht vorlegen, ob sie das Projekt „endgültig“ unterstützt. Diese Rückendeckung ist die Voraussetzung für den weiteren Fortgang der Bewerbung. Bei einer Diskussion im Landtag hatten sich vor zwei Monaten sowohl Regierung als auch Opposition als Unterstützer zu erkennen gegeben.

An dem Projekt sind auf deutscher Seite bislang 31 sächsische Kommunen und zwei Landkreise beteiligt. Laut Albrecht gibt es aber weitere Interessenten. An diesem Donnerstag will der von ihnen gebildete „Welterbekonvent“ zur Sitzung in Schneeberg zusammenkommen.