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"Zur DNA der Lausitz zählt die Eigeninitiative"

Die Lausitzer Braunkohle stand in Potsdam im Rahmender Podienreihe "Folgen des Klimawandels" zur Debatte
Die Lausitzer Braunkohle stand in Potsdam im Rahmender Podienreihe "Folgen des Klimawandels" zur Debatte FOTO: dpa
Potsdam. Es war eine der letzten Veranstaltungen des Kirchentags in Potsdam. Und fast zeitgleich fand auch noch das DFB-Pokalfinale statt. iwe1

Doch am Samstag trafen sich trotzdem noch gut 60 Menschen in der Nikolaikirche am Alten Markt, direkt gegenüber vom Landtag, um im Rahmen der Podienreihe "Folgen des Klimawandels" über die Situation der Lausitzer Braunkohle zu debattieren.

Dabei verwies der Staatssekretär im Potsdamer Wirtschaftsministerium, Hendrik Fischer, einmal mehr darauf, dass die Kohle aus Sicht des Ministeriums ein "wichtiger Energieträger bleiben" werde. "Wir waren am Ende alle froh, dass die Leag im März klar gesagt hat, was sie in den nächsten Jahrzehnten plant und vorhat", sagte Fischer. Nur mit der noch nicht endgültigen Entscheidung zu Welzow-Süd sei man nicht ganz glücklich gewesen. Die Vizepräsidentin der BTU, Christiane Hipp, machte ebenfalls deutlich, dass sie an den Indus triestandort Lausitz glaube. "Die Historie und die Kompetenzen sind da", so Hipp.

Die Superintendentin des Kirchenkreises Cottbus, Ulrike Menzel, sagte, dass der Strukturwandel in der Lausitz aus ihrer Sicht alle Menschen brauche: "Die, die bei der Leag arbeiten, und die, die an ihrer Heimat hängen und sich für deren Erhalt einsetzen." Die Landeskirche werden den Strukturwandel in der Lausitz gezielt begleiten - dafür seien sogar zwei neue Stellen geschaffen worden, die beim Kirchenkreis angesiedelt werden.

"Es gehört zur DNA der Lausitz dazu, dass die Landesherren immer weit weg saßen und viel Eigeninitiative entwickelt wurde", sagte Menzel.