Rund 450 pro Tag kamen in Bussen aus Bayern - Asylbewerber, die über die für Deutschland festgelegte Verteilquote von den einzelnen Bundesländern aufgenommen werden. 200 bis 300 Menschen pro Tag landen direkt in Sachsen. Innerhalb des Freistaates werden die Flüchtlinge in den kommenden Wochen vermehrt auf die Kommunen verteilt. Von derzeit etwa 2000 pro Woche soll die Zahl bis Jahresende auf 3200 steigen und auch im Januar in dieser Größenordnung liegen.

In allen Kommunen entstehe das Problem, dass man mit der Aufnahme von Asylbewerbern an Grenzen stoße, sagte Dirk Died-richs, Leiter der Stabsstelle Asyl im Innenministerium. Man sei deshalb auf Notlösungen wie Zelte und Turnhallen angewiesen.

Die Kapazitäten in der Erstaufnahme sind auf rund 17 000 Plätze angewachsen, von denen momentan etwa 14 000 belegt sind. Einen gewissen Puffer brauche man auch mit Blick auf unvorhergesehene Zugänge und die Weihnachtstage, sagte Diedrichs.

Unterdessen laufen die Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber weiter. Am Dienstag und Mittwoch wurden insgesamt 83 Betroffene in ihre Heimat zurückgeschickt.