Manche Sätze der parteilosen sächsischen Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer klingen wie ein Mantra. Doch die Rechts- und Politikwissenschaftlerin wird nicht müde, wenn es darum geht, die Sachsen auf die Zukunft einzuschwören. "Wir sind - wie andere Länder - darauf angewiesen, beim Erforschen und auch beim Umsetzen innovativer Ideen und Ansätze ein hohes Tempo vorzulegen."

Gegen billige Massenproduktion müssen wir die Ideen und die Innovationen stellen", sagt die Ministerin. Das könne aber nur gelingen, wenn das vorhandene Wissenspotenzial in Sachsen gehalten werde. Das Land befinde sich in einem harten Wettbewerb.

Seit Mitte 2012 ist zumindest eine Universität in Sachsen exzellent: Die Technische Universität Dresden wurde als erste Lehranstalt in einem ostdeutschen Flächenland mit dem Exzellenz-Titel geschmückt. Dabei überzeugte die Juroren nicht allein der Umstand, dass die TU in Dresden in eine blühende Wissenschaftslandschaft mit großen Max-Planck- und Leibniz-Instituten oder Forschungseinrichtungen von Helmholtz und Fraunhofer eingebunden ist. Die Dresdner Uni hatte auch von sich aus jede Menge zu bieten. Mit dem Exzellenzcluster cfaed kommt nun ein neuer Baustein hinzu. Das Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed) hat die Zukunft der Datenverarbeitung im Blick. Am morigen Mittwoch geht es offiziell an den Start. Nach Angaben der TU sucht das Zentrum in der Mikro- und Nanoelektronik nach neuen Wegen für elektronische Informationsverarbeitungssysteme.

Die Forscher gehen davon aus, das die Möglichkeiten herkömmlicher Halbleitertechnik schon in wenigen Jahren an ihre physikalischen Grenzen stoßen. Deshalb geraten andere Forschungsfelder wie die organische Elektronik in den Fokus. Die Exzellenzcluster genannte Förderlinie stellt die Forschung zu einem weitergefassten Themenkomplex an einem Standort in den Vordergrund. Dabei arbeiten hervorragende Wissenschaftler zu einem Thema von besonderer gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Bedeutung zusammen.